Über das Lagern von Weinen

Was ein perfekter Weinkeller ist, erfahren die Besucher des Hospice de Beaune. Verschiedene Treppen führen tief unter die Erde. Mit jedem Schritt entfernen wir uns vom quirligen Stadtleben, das sich nur wenige Meter über unseren Köpfen abspielt. Es wird kühler, dunkler und stiller. Der Geruch nach Erde und feuchtem Stein ist für Weinliebhaber betörender als jedes Parfum von Karl Lagerfeld. Wir gehen über einen Naturboden, der in hunderten von Jahren festgetreten wurde. Hier schlummern Burgunder jahraus, jahrein bei zwölf Grad Celsius und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Ähnliche Keller gibt es in Bordeaux, der Champagne, der Rioja oder den deutschen Riesling – Hochburgen an Mosel und Rhein. Dass der Wein hier bei besten Bedingungen reift, beweist die Tatsache, dass bei Auktionen jene Flaschen, die direkt aus solchen Erzeugerkellern in den Verkauf gelangen, die höchste Preise erzielen. 

20 Grad sind kein Unglück

Die wenigsten Weinliebhaber haben das Privileg, in Häusern mit solch perfekten Kellergewölben zu wohnen. Macht nichts! Wer für den täglichen Genuss einlagert und seine Weine binnen fünf Jahren trinkt, ist mit einem durchschnittlichen Hauskeller gut bedient. Selbst wenn die Temperatur im Sommer mal auf 20 Grad steigt, ist das noch kein Unglück. Viel wichtiger ist, dass die Temperatur nicht zu abrupt wechselt, etwa durch das Einschalten der Heizung oder anderer Einflüsse.

Kellerträume ohne Grenzen

Wer sich dann mit der Zeit doch einige teure Spitzenweine mit grossem Alterungspotenzial zulegt, muss sich nicht gleich für horrende Summen einen professionellen Keller bauen lassen. Ein Weinklimaschrank für ein paar Hundert Franken, der mit zwei Temperaturzonen ausgestattet ist (beispielsweise zehn Grad für Weiss- und 14-16 Grad für Rotweine) genügt auch.
Den Weinkellerträumen sind heute keine Grenzen gesetzt. Dem einen genügt ein schlichter Raum mit selbst gezimmerten Regalen. Andere wünschen sich für ihre Weinschätze ein entsprechendes Ambiente und lassen sich aus edelstem Stein oder Massivholz eine massgeschneiderte Kultstätte bauen, für Weinmeditationen nach stressigen Arbeitstagen oder als exklusives Refugium für auserwählte Freunde. Das Spektrum reicht vom Wein-Humidor im Wohnbereich bis zum Gewölbekeller nach mittelalterlichem Vorbild…

Fremdlagern

Immer mehr Weinliebhaber/Innen, die über keinen idealen Weinkeller verfügen um Weine für lange Jahre zu lagern, mieten für ihre Spitzenweine eine Box in einem Gemeinschaftskeller. Vor allem Weinfachhändler bieten diese Dienstleistung an. Empfehlenswert ist dies, wenn die Lagerbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) optimal sind und der freie Zugang zum eigenen Wein jederzeit gewährleistet ist. Ausserdem sollten die Weine gegen Schäden aller Art versichert sein.
Quelle Vinum November 2004

Jeggli Weine verfügt selber nicht über geeignete Lagerfächer, deshalb empfehlen wir als Lagermöglichkeit die Mietweinfächer einer befreundeten Weinhandlung, Bruno Jeggli gibt dazu gerne Auskunft.

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